Projekt: Schweizer Obstgärten
Streuobstwiesen mit ihren Hochstammobstbäumen sind ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Die alten Bäume bieten Nisthöhlen für Vögel, Unterschlupf für Fledermäuse und Insekten sowie Lebensraum für viele Pilze und Moose. Durch die Kombination von Bäumen, Wiesenflächen und extensiver Bewirtschaftung entsteht eine hohe Artenvielfalt, die sonst selten geworden ist. Besonders Wildbienen und Schmetterlinge profitieren von den Blüten, während das Fallobst Nahrung für Igel, Dachs oder viele Käferarten liefert. Streuobstwiesen tragen außerdem zur Vernetzung von Lebensräumen bei und wirken wie ökologische Trittsteine in der Kulturlandschaft.
Gerade in der Zentralschweiz haben Obstgärten eine besondere Bedeutung, da sie seit Jahrhunderten Teil der Kulturlandschaft sind und das charakteristische Bild rund um den Vierwaldstättersee, den Zugersee und die Alpentäler prägen. Sie bewahren traditionelle Obstsorten, aus denen regionale Spezialitäten wie Most, Obstbrände oder Trockenfrüchte hergestellt werden. Ihr Schutz sichert also nicht nur Biodiversität, sondern auch regionale Identität und eine nachhaltige Landwirtschaft in der Zentralschweiz.
Unser Projekt befindet sich an den schönen Ufern des Kantons Zug. Der Biohof Zug erneuert ständig sein Bestand an Hochstammobstbäumen und investiert viel Aufwand, um diese nachhaltig zu bewirtschaften. Seine Produkte verkauft der Betrieb u.a. im eigenen Bioladen, der mit seinem gemütlichen Café zum Verweilen einlädt.
Organisation: Biohof Zug
Beitrag: 10% des Umsatzes pro Tafel
Projekt: Schweizer Moorlandschaften
Hochmoore gehören zu den seltensten und wertvollsten Ökosystemen Mitteleuropas. Sie entstehen aus nährstoffarmen, dauerhaft feuchten Flächen, in denen Torfmoose über Jahrtausende Torfschichten bilden. Diese Lebensräume bieten spezialisierten Pflanzen- und Tierarten eine Heimat, speichern grosse Mengen Wasser und wirken als bedeutende Kohlenstoffsenken. Der Schutz dieser empfindlichen Lebensräume ist deshalb unerlässlich für Biodiversität und Klimaschutz.
Unser Projekt befindet sich im Naturschutzgebiet Wyssebach West und ist Teil der Moorlandschaft Gurnigel-Gantrisch. Das Naturschutzgebiet bietet mit seinem Hanghochmoor Lebensraum für eine grosse Vielzahl an seltenen Arten und ist eines der bedeutendsten und grössten Hochmoore des Gurnigelgebiets. Es gibt hier trittempfindliche Hochmoore, Flachmoore und Feuchtwiesen, angeordnet in einem beeindruckenden Mosaik. Aber auch Weideland im Umfeld tragen zum Weiterbestehen des Hochmoores bei. Das kantonale Naturschutzgebiet und Pro Natura Gebiet Wyssebach bezweckt die Erhaltung und Regenerierung des Hochmoors mit seinen charakteristischen Lebensgemeinschaften und seinen seltenen Tier- und Pflanzenarten.
Zu den faszinierenden Bewohnern des Gebiets Wyssebach zählt der Blauschillernde Feuerfalter (Lycaena helle). Er ist ein seltener Schmetterling, der auf kühle, feuchte Moorwiesen angewiesen ist. Seine Raupen leben ausschließlich auf dem Schlangen-Knöterich, einer typischen Pflanze feuchter Wiesen und Moore.
Organisation: Pro Natura
Beitrag: 10% des Umsatzes pro Tafel
Projekt: Schweizer Trockenwiesen
Pro Natura Graubünden betreut Trockenwiesen und -weiden in mehreren Schutzgebieten. Das Schutzgebiet, das von Schoggibaum unterstützt wird, befindet sich in Obermutten und beheimatet eines der bedeutensten Paradieslilien-Vorkommen im Kanton Graubünden.
Zur Hauptblütezeit sind die Muttner Bergwiesen nicht nur für Besucher eine wahre Freude, sondern auch für Schmetterlinge, Wildbienen und andere Insekten eine ausgezeichnete und ergiebige Nektar- und Pollenquelle. Zusammen mit zwei lokalen Landwirten kümmert sich Pro Natura Graubünden um die optimale Pflege – extensive Nutzung- zum Erhalt und der Förderung der Floravielfalt. Mit zusätzlichen Pflegeeinsätzen werden die Randbereiche aufgewertet, welche in den letzten Jahren eingewachsen sind.
Die Bewirtschaftung der Trockenwiesen ist sehr arbeitsintensiv. Deshalb ist Pro Natura Graubünden jährlich auf das Engagement von Freiwilligen, den Einsatz von Zivildienstleistenden oder Praktikanten zum Unterhalt der Wiesen angewiesen
Organisation: Pro Natura
Beitrag: 10% des Umsatzes pro Tafel
Projekt: Schweizer Feldhasen
Der Feldhase ist ein Symbol für lebendige Kulturlandschaften, doch seine Bestände in der Schweiz sind in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Intensive Landwirtschaft, der Verlust strukturreicher Lebensräume und der Einsatz von Pestiziden setzen dem anpassungsfähigen Wildtier zunehmend zu. Als ursprünglicher Bewohner offener Landschaften ist der Feldhase auf vielfältige Lebensräume angewiesen. Hecken, artenreiche Wiesen und ungenutzte Brachflächen bieten ihm Nahrung und Schutz. Sein Rückgang weist darauf hin, dass diese Strukturen immer seltener werden – ein Alarmzeichen für die ökologische Gesundheit unserer Agrarlandschaft.
Eine Landwirtschaft, die den Feldhasen schützt, fördert zugleich eine größere Biodiversität. Extensiv bewirtschaftete Wiesen, blühende Ackerrandstreifen und der reduzierte Einsatz von Pestiziden kommen nicht nur dem Hasen, sondern auch zahlreichen Insekten, Vögeln und anderen Wildtieren zugute. Zudem verbessert eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung die Humusbildung und Wasserspeicherung, was langfristig auch den landwirtschaftlichen Ertrag stabilisiert.
Unser Projektpartner Pro Natura Aargau fördert mit der Aktion Hase & Co die Schaffung von Lebensräumen, in denen der Feldhase und andere Arten des Kulturlandes gedeihen können. Der Projektperimeter erstreckt sich über den gesamten Kanton Aargau sowie den Regionalbezirk Oberaargau.
Organisation: Pro Natura
Beitrag: 10% des Umsatzes pro Tafel
Projekt: Bäume in Island
Naturzerstörung wird meistens mit unserer heutigen hoch industrialisierten Gesellschaft in Verbindung gebracht. Tatsächlich haben unsere Vorfahren aber bereits vor hunderten von Jahren ihre Umwelt teilweise stark geschädigt. Island ist ein Beispiel für eine solche historische Zerstörung. So wird vermutet, dass Island vor der Besiedlung im 9. Jahrhundert bis zu 40% Waldfläche verfügte. Heute sind nur noch knapp 0.5% der Atlantikinsel durch Wald bedeckt. Als Folge der spärlichen Vegetation haben sich wüstenähnliche Landschaften gebildet. Der isländische Staat will daher bis 2100 mindestens 12% der Landesfläche aufforsten.
Unser neues Projekt mit der Hengifosslodge befindet sich an der Ostküste Islands im malerischen Fljotsdal. Der magere Boden aus Vulkansand und die harschen Wetterbedingungen erfordern äusserst widerstandsfähige Baumarten. Isabelle und Steff fügen bei jeder Pflanzung ein wenig Dünger bei, damit die Bäume besser und schneller anwachsen.
Gepflanzte Baumarten: Fichte, Birke, Lerche, Schwarzpappel
Partnerorganisation: Hengifosslodge
Beitrag: 10% Umsatz pro Tafel
Projekt: Bäume in Indonesien
Als grösster Inselstaat der Welt zählt Indonesien 17’508 Inseln. Während sich die Hauptinseln Sumatra, Java, Borneo und Sulawesi auf dem asiatischen Kontinent befinden, wird der Landesteil auf Neuguinea dem australischen Kontinent zugerechnet. Mit einer ausgesprochen grossen Vielfalt an endemischen (also nur hier vorkommenden) Tier- und Pflanzenarten beheimatet Indonesien zwei der fünf Megadiversitätszentren dieser Erde.
Bekannte Bewohner dieser einzigartigen Lebensgemeinschaft sind Orang-Utans, Sumatra Elefanten, Sumatra Tiger und Komodowarane. Orang-Utans – was übersetzt «Waldmensch» bedeutet – sind genetisch zu 97% mit dem Menschen identisch, wobei jedes Individuum eine eigene Persönlichkeit besitzt. Leider ist der Lebensraum dieser faszinierenden Tiere und ihrer Mitbewohner durch Holzschlag und Brandrodungen stark bedroht. 1990 waren noch zwei Drittel Indonesiens mit Wald bedeckt. Heute sind es weniger als die Hälfte. Die gute Nachricht: Nach dem Willen der indonesischen Regierung sollen bis 2030 141.100 Quadratkilometer wieder aufgeforstet werden.
Unser Projekt umfasst ein 1800 Hektar grosses Gebiet und befindet sich rund um die BOS-Rettungsstation Samboja Lestari. Am heutigen Standort befand sich vor knapp 30 Jahren lediglich eine durch Abholzung und Waldbrände völlig ausgezehrte, nährstoff- und artenarme Grassteppe. Diese Gebiete wird gemeinsam mit Freiwilligen und Mitarbeitenden der BOS Foundation systematisch aufgeforstet – mit eigens gezogenen Setzlingen, einem Mix aus Frucht- und Nutzbäumen, schnell und langsam wachsenden Hölzern sowie rein endemischen und meist bedrohten Arten.
Gepflanzte Baumarten: Rambutan, Durian, Local Durian, Iron tree, Kapur tree etc.
Partnerorganisation: Borneo Orangutan Survival Schweiz
Beitrag: 10% des Umsatzes pro Tafel
Projekt: Bäume in Kenia
Kenia ist eines der am stärksten von Entwaldung betroffenen Länder Afrikas. Nur 7% der Fläche Kenias ist von Bäumen bedeckt, was 67 Bäumen pro Person entspricht, verglichen mit einem globalen Durchschnitt von 420. Vor diesem Hintergrund stellte die kenianische Umweltministerin Judy Wakhungu 2016 das ambitionierteste Wiederaufforstungsprogramm in der Geschichte ihres Landes vor. Bis 2030 sollen 5,1 Millionen Hektar zerstörter Waldgebiete und anderer degradierter Flächen aufgeforstet werden.
Unser Projekt liegt in der Gemeinde Garsen im Tana River County. Im August 2023 hat Jeremiah Omara, der Präsident von Tana Education zusammen mit Vertretern des Vorstands, unter tatkräftiger Mithilfe der Schüler, auf dem Gelände der Mwina Primary School 150 Bäume gepflanzt. Das Thema Bäume und ihre Bedeutung für Mensch und Natur wird an der Schule unterrichtet. Neben der Wissensvermittlung nutzen die Lehrer die gepflanzten Bäume, um den Schülern Verantwortungsgefühl anzuerziehen. So wird jedem der Kinder das Wohlergehen eines Baumes anvertraut. Damit wurde an der Mwina Primary School der Grundstein für die Aktivitäten im Bereich Aufforstung gelegt.
Die Regierung in Kenia hat angekündigt, Schulen zu unterstützen, die Bäume pflanzen. Die konkrete Art der Unterstützung ist momentan nicht definitiv abschätzbar. Mithilfe der Investitionen von Schoggibaum hat Mwina Primary School das Potenzial zum Referenzprojekt zu werden und dadurch einen Multiplikatoreffekt zu erzeugen. Bäume pflanzen bedeutet nicht nur Umwelt- und Klimaschutz, sondern ist auch die Geschichte von Gleichberechtigung und sozialer Entwicklung.
Gepflanzte Baumarten: Termarine indica, Afzelia, Zirguta indica, Mastafeli, Cashewnuss Bäume etc.
Partnerorganisation: Tana Education
Beitrag: 10% des Umsatzes pro Tafel